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PEN: Rekordhoch bei Schulbuch-Entfernungen im Schuljahr 2025–26

PEN registriert für 2025–26 einen Rekord bei Schulbuch-Entfernungen in den USA und sieht staatliche Gesetze sowie KI-gestützte Verfahren als Treiber.

Autor: Dr. Hans-Peter Luippold

Quelle: Publishers WeeklyLesezeit rund 2 Minuten

Die Nachricht

PEN dokumentierte im Schuljahr 2025–26 fast 12.000 Fälle von Bücherentfernungen, die 7.370 einzelne Titel in 114 US-Schulbezirken betrafen. Texas wies mit über 8.100 removals den höchsten Anteil auf; PEN macht neben staatlicher Gesetzgebung auch den Einsatz von KI-Tools für die Beschleunigung von Listenbildungen verantwortlich. Unter den meistbetroffenen Titeln sind u. a. Patricia McCormicks Sold, Laurie Halse Andersons Speak und Ellen Hopkins’ Crank.

Warum das wichtig ist

Für Verlage und Buchhandel bedeutet das Ausweiten von Schulbuch- und Bibliothekenzensur steigende Unsicherheit bei Titelauslieferungen an Bildungseinrichtungen und mögliche Umsatzverluste bei betroffenen Titeln. Lehrkräfte, Bibliotheken und Autoren sehen Zugangsbarrieren für diskriminierte Themen wachsen, was Leseförderung und Programmauswahl in Schulen beeinflusst.

Wie es einzuordnen ist

PEN stellt die Zunahme von Schulbuch-Entfernungen in den USA als Rekord dar und macht neben Gesetzesinitiativen vor allem den Einsatz von KI-Tools für die Beschleunigung von Listenbildungen verantwortlich. Die Daten beruhen auf PENs eigener Erhebung seit 2021 und gelten als Unterschätzung, weil viele Fälle nur durch Informationsfreiheitsanfragen dokumentiert wurden. Der Fokus auf YA-Fiction, Manga und Themen wie Queerness, Rassismus und Sexualität spiegelt frühere Muster, zeigt aber eine Ausweitung auf gängige Schulklassiker.