Elisabeth Jaquette: Warum menschliche Übersetzung in der KI‑Ära wichtig bleibt
Elisabeth Jaquette auf der Frankfurter Buchmesse 2026: Words Without Borders setzt auf menschliche Übersetzung, höhere Honorare und verzichtet offiziell auf KI‑Einsatz.
Autor: Dr. Hans-Peter Luippold
Quelle: Publishers WeeklyLesezeit rund 2 Minuten
Die Nachricht
Elisabeth Jaquette von Words Without Borders spricht auf der Frankfurter Buchmesse 2026 über die Bedeutung menschlicher Übersetzung und die Risiken automatisierter Übersetzungstools. WWB akzeptiert keine KI‑generierten Beiträge, erhöht Honorare für Übersetzerinnen und plädiert für Transparenz seitens der Verlage bei der Nutzung von KI.
Warum das wichtig ist
Die Position von WWB ist für Verlage und Übersetzer relevant, weil sie Fragen von Qualität, Ethik und Vergütung im Umgang mit KI‑Tools adressiert. Klare Richtlinien von renommierten Organisationen können Druck auf Verlagshäuser erhöhen, Standards für Übersetzungsarbeit zu formulieren. Für den internationalen Rechte‑ und Vermittlungsmarkt spielt die Glaubwürdigkeit von Übersetzungen eine große Rolle.
Wie es einzuordnen ist
Elisabeth Jaquette, Editorial Director von Words Without Borders, nahm laut Interview auf der Frankfurter Buchmesse 2026 den Aficionado Award für ihre Organisation entgegen. Sie warnt vor einer Vereinheitlichung durch KI‑Übersetzungen, betont den Wert menschlicher Übersetzerinnen und verweist auf interne Maßnahmen wie erhöhte Honorare und ein Verbot von KI‑generierten Einsendungen bei WWB. Die Diskussion steht exemplarisch für die laufende Debatte um Ethik, Qualität und Vergütung im Übersetzerwesen.