Molino stoppt Veröffentlichung nach Drohungen
Der Molino Verlag zieht die Veröffentlichung des Romans "Wer ich bin, wenn du mich siehst" zurück – nach massiven Angriffen und Drohungen, zum Schutz der Autorin und der Mitarbeitenden.
Autor: Dr. Hans-Peter Luippold
Quelle: BörsenblattLesezeit rund 2 Minuten
Die Nachricht
Der Molino Verlag hat die für die Veröffentlichung geplante Romanpublikation "Wer ich bin, wenn du mich siehst" gestoppt. Der Verlag begründet den Schritt damit, die Autorin und die eigenen Mitarbeitenden schützen zu wollen, nachdem der Verlag nach eigenen Angaben massive Angriffe und Drohungen erhalten habe.
Warum das wichtig ist
Für Verlage und den Buchhandel zeigt der Fall, wie externe Angriffe Produktionspläne und Programmentscheidungen beeinflussen können. Autorinnen und Autoren sind betroffen, weil Schutzaspekte die Veröffentlichungspraxis verändern und Debatten über Meinungsfreiheit und publizistische Verantwortung anstoßen.
Wie es einzuordnen ist
Der Abbruch der Veröffentlichung zeigt die Auswirkungen von Bedrohungen auf Verlagsentscheidungen und den Schutz von Urheberinnen und Mitarbeitenden. Der Fall passt in eine Reihe von Debatten über freie Meinungsäußerung, Sicherheit und Verantwortung von Verlagen in politisch aufgeladenen Themen. Offene Fragen betreffen mögliche rechtliche Schritte, den weiteren Verbleib der Rechte am Roman und wie Verlage künftig mit ähnlichem Druck umgehen werden.