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Börsenverein warnt bei Messeeröffnung: "Der doppelte Raubzug der KI"

Bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse warnt Sebastian Guggolz vor Effekten der KI auf Lesekompetenz und stellt den "Frankfurter Appell" zur Transparenz bei KI-Trainingsdaten vor, unterstützt von 120 Verlagen.

Autor: Dr. Hans-Peter Luippold

Quelle: BörsenblattLesezeit rund 2 Minuten

Die Nachricht

Auf der Pressekonferenz zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse äußerte Börsenvereinsvorsteher Sebastian Guggolz Bedenken zu sinkender Lesekompetenz und zu Regulierungsdefiziten im Bereich künstlicher Intelligenz. Der präsentierte "Frankfurter Appell" fordert Transparenz über die Werke, die für KI-Trainings verwendet werden, und wird bereits von 120 Verlagen unterstützt.

Warum das wichtig ist

Die Forderung nach Transparenz bei KI-Trainingsdaten betrifft Urheberrechte, Vergütungsfragen und die Auswahl von Werken — zentrale Themen für Verlage und Autoren. Für den Buchhandel und Leser ist relevant, wie KI-gestützte Angebote Gestaltung und Vermittlung von Texten beeinflussen könnten und ob dies Lesekompetenz und Vielfalt tangiert.

Wie es einzuordnen ist

Die Debatte um KI und Urheberrecht läuft seit einiger Zeit auf mehreren Ebenen; Forderungen nach Transparenz bei Trainingsdaten und nach regulatorischen Regeln sind Teil größerer Brancheninitiativen. Offen bleibt, wie verbindlich der "Frankfurter Appell" umgesetzt wird und welche gesetzlichen oder marktgetriebenen Schritte folgen.